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Älteste geistliche Barockresidenz am Oberrhein

Schloss Bruchsal

Schloss Bruchsal, Thronsaal im Nördlichen Staatsappartement; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch
Repräsentative Raumfolge

Das Nördliche

Staatsappartement

Im Nördlichen Staatsappartement erledigte der Fürstbischof Regierungsgeschäfte und hielt Audienz. Für die elegante Ausstattung dieser Räume gewann Franz Christoph von Hutten namhafte Künstler, die schon an der Würzburger Residenz mitgearbeitet hatten.

Jagdzimmer

Das Jagdzimmer war Vorzimmer und Speisesaal zugleich. Hier warteten Besucher und Bittsteller auf eine Audienz beim Fürstbischof. Stuckaturen und Schnitzereien, die Motive der Jagd und des Fischfangs zeigten, gaben dem Zimmer seinen Namen. Heute erinnern vier kleine Jagdgemälde an das Thema der einstigen Ausstattung. Die Wände sind zudem mit Tapisserien aus der zwischen 1685 und 1719 entstandenen sogenannten „Groteskenfolge“ geschmückt. Auf den einzelnen Tapisserien sind Tänzerinnen, Musikanten und ein Elefantentreiber zu sehen.

Schloss Bruchsal, Detail Tapisserie „Elefantentreiber“ aus der Grotesken-Serie, Beauvais, 1685-1719; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer
Schloss Bruchsal, Spiegelrahmen Jagdzimmer, Aufnahme um 1870; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer
Schloss Bruchsal, Vase im Jagdzimmer; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg, Irina Svitkovskaja

Details der Ausstattung zeigten Jagdmotiven und gaben dem Zimmer seinen Namen.

Schloss Bruchsal, Savonnerien im Musikzimmer; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch

Chinoise Motive zieren Wandbehänge und Möbel.

Musikzimmer

Musizierende Putten, zwitschernde Vögel und Musikinstrumente aus Stuck gaben dem Zimmer seinen Namen. Es diente als weiteres Vorzimmer zum Thronsaal. Erhalten haben sich die Supraporten mit Szenen aus der Legende um den Römer Gaius Mucius Scaevola: ein Verweis auf die Kenntnis antiker Literatur und Tugendhaftigkeit Franz Christoph von Huttens. Außerdem sind Savonnerien ausgestellt: Knüpfteppiche der deutschen Savonnerie-Manufaktur in Bonn. Sie zeigen mit ihren chinesisch anmutenden Motiven die Begeisterung für Exotik in der europäischen Kunst des 18. Jahrhunderts.

Audienzzimmer

Nach dem Durchschreiten der beiden Vorzimmer gelangten Besucher in das „große fürstliche Audienzzimmer“, den vornehmsten Saal des Staatsappartements. Im Nachbau des Thronensembles mit original Reliefwappen und Audienzsessel zeigt sich die repräsentative Funktion des Raumes. Die eindrucksvolle Tapisserien-Serie „Berühmte Männer nach Plutarch“ thematisiert passend die fürstlichen Tugenden.

Schloss Bruchsal, Thronsaal im Nördlichen Staatsappartementl; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch
Schloss Bruchsal, Tapisserie „Fest des Lykurg”, Manufaktur Daniel und Urban Leyniers und Hendrik Reydams, Entwurf Victor Janssens, Brüssel, um 1735 – 1745; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Die Fürstbischöfe orientierten sich an tugendhaften Vorbildern aus der Antike, zu sehen auf den Wandteppichen im Audienzzimmer.

Hauskapelle

Die Hauskapelle, zwischen dem Thronsaal und dem fürstbischöflichen Schlafzimmer gelegen, nimmt die Funktion eines Kabinetts ein. Der schmale Raum diente dem privaten Gebet der Fürstbischöfe. Erhalten haben sich von der ursprünglichen Ausstattung die Supraporten mit Szenen aus dem Leben Christi. Mehrere Porträts, ein Betpult und eine Garnitur mit Altarkreuz und Silberleuchtern vervollkommnen den Raum.

Schloss Bruchsal, Hauskapelle im Nördlichen Staatsappartement; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch

Hinter dem Altarnachbau ist das großformatige Gemälde „Opferung des Isaak“ von Johann Zick zu sehen.

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