Einzige geistliche Residenz am Oberrhein

Schloss Bruchsal

Schloss Bruchsal, Beletage, Winterspeisezimmer; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch
Rückzugsort und Alterswohnsitz

Fürstbischöfliche Privaträume

Den Rückzug aus der Öffentlichkeit ermöglichten die weniger repräsentativ gestalteten Privaträume auf der Südseite des Ehrenhofs. Dem letzten Fürstbischof von Speyer diente das bescheidene Appartement bis zu seinem Tod als Alterswohnsitz.

Schloss Bruchsal, Beletage, Winterspeisezimmer; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch

Früchtestillleben als Symbole der Vanitas.

Das Winterspeisezimmer

Ob ein Zimmer öffentlich zugänglich oder dem Fürstbischof vorbehalten war, ist auch an den Gemälden über den Türen ablesbar. Supraporten mit mythologischen und biblischen Szenen hängen in den repräsentativen Appartements. In den privaten Räumen sind Stillleben, Genre- oder Landschaftsbilder zu finden. Im Winterspeisezimmer haben sich zwei Früchtestillleben des Hofmalers Lothar Ignaz Schweickart erhalten. Das reife Obst ist als Symbol der Vergänglichkeit zu verstehen, die Tiere als Darstellung von Tugenden und Sünden.

Schloss Bruchsal, Beletage, Galeriezimmer; Foto: Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH & Co. KG, Irina Svitkovskaja

Möbel und Gemälde aus Bruchsaler Bestand.

Das Galeriezimmer

Als im 19. Jahrhundert Teile der Gemäldesammlung aus dem Kammerflügel in den Hauptbau verlegt wurden, erhielt das Galeriezimmer seinen Namen. Die Sammlung bestand aus mehreren hundert Bildern bekannter europäischer Maler. Einige waren den Werken großer Meister nachempfunden und wiesen den Fürstbischof als Kunstkenner aus. Die heute gezeigten Gemälde haben sich im Schloss erhalten. Auch das Mobiliar – ein Schreibschrank mit Nussbaumfurnier und zwei Spieltische mit Stühlen – sind aus originalem Bestand.

Schloss Bruchsal, Detail Tapisserie „Europa auf dem Stier“; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Dirk Altenkirch

Kunstvolle Wirkteppiche aus der Mitte des 17. Jahrhunderts schmücken das Blaue Zimmer.

Das Blaue Zimmer

Das Blaue Zimmer war 1810 mit blauen Seidenstoffen ausgestattet worden und diente vermutlich Königin Friederike von Schweden als Salon. Heute werden an den Wänden zwei Tapisserien aus der Serie „Die Verwandlungen des Jupiter“ gezeigt. Der fünfteilige Zyklus, von dem hier „Leda mit dem Schwan“ und „Europa auf dem Stier“ zu sehen sind, greift Szenen aus den Metamorphosen des Ovid auf, in denen sich Jupiter in unterschiedlicher Gestalt jungen Frauen nähert.

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