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Älteste geistliche Barockresidenz am Oberrhein
Schloss Bruchsal
Ausstellung „Memento Mori“, Flucht aus Hutschenreuth
AUSSTELLUNG VOM 14. Mai bis 7. Juni 2020

MEMENTO MORI

Die Malerin Dr. Karin Bury zeigt vom 14. Mai bis 7. Juni die Sonderausstellung „Memento Mori“ in Schloss Bruchsal. Die Ausstellung umfasst 55 gegenständliche Gemälde und Zeichnungen, die die Themen Werden und Vergehen – betrachtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln – thematisieren.

WERDEN UND VERGEHEN

Die Sonderausstellung nähert sich sowohl auf ernsthafte, hintergründige als auch auf humorvolle Art den Themen Tod und Vergänglichkeit. Sie will dem Betrachter den Ausweg aus der Beklommenheit ermöglichen, denn aus allem, was vergeht, entsteht etwas Neues. Die Künstlerin arbeitet teilweise mit Graustufen, die oft mehr zum Nachdenken anregen als manche bunte Darstellung. Ihre farblich reduzierten Momentaufnahmen kreisen häufig um die Frage: Was bleibt am Ende? Unter den Werken befinden sich klassische Vanitasmotive wie Schädelstudien oder Pflanzenstilleben, aber auch Bildpaarungen, die ein lebendes Tier und ein später daraus gewonnenes Produkt zeigen.

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Die Bildpaarung zeigt das lebende Tier und ein später daraus gewonnenes Produkt.

Ausstellung „Memento Mori“, Pfauenterrine

Das Werk „Hutschenreuther Pfauenpastete“.

ÄSTHETIK VERGANGENER GAUMENFREUDEN

Eher satirisch geprägt sind Arbeiten wie die „Hutschenreuther Pfauenpastete“ und die „Flucht aus Hutschenreuth“: Anspielungen an vergangene Gaumenfreuden und Schaugerichte, die man im Bruchsaler Schloss zu Lebzeiten der dort residierenden Fürstbischöfe genoss. So entflieht etwa ein startender Schwan dem Suppenteller aus feinem Porzellan mit historischem Zwiebelmuster oder ein Pfau, dessen Schwanzfedern für Zwecke des Schmucks gekappt wurden, hat in einer knappen Schüssel mit gleichem Dekor Platz genommen.

Ausstellung „Memento Mori“, me too

Ausschnitt aus dem Werk „Me too“.

JUGEND UND ALTER

Eine Reihe von Selbstporträts begleitet ironisch den eigenen Prozess des Welkens und stellt diese Bildnisse denen der eigenen Enkel gegenüber. Ganz anders das Werk „Me too“. Es zeigt ein Mädchen in Ministrantenkleidung und Laufschuhen vor einem düsteren Hauseingang. Hier wird die Me-Too-Debatte, die Missbrauchsenthüllungen in kirchlichem Zusammenhang und die Frage aufgeworfen, ob die Erinnerung an erlittenes Unrecht wirklich jemals stirbt.

Ausstellung „Memento Mori“, Spieglein, Spieglein

Selbstporträt der Künstlerin.

DIE KÜNSTLERIN

Karin Bury wurde 1963 in Lahr/Schwarzwald geboren. Die promovierte Kunsthistorikerin arbeitet seit vielen Jahren als freischaffende Malerin, Illustratorin und Grafikerin. Seit 2004 ist sie Dozentin für Malerei, Zeichnung, plastisches Gestalten und kreatives Schreiben an verschiedenen Bildungseinrichtungen mit Erwachsenen und Kindern in der Metropolregion Rhein-Neckar. Seit 2015 leitet sie das Atelier „Molemol“ (Lebenshilfe Speyer-Schifferstadt) für Künstler mit geistiger Behinderung in Speyer.

Service

MEMENTO MORI

Ausstellung

Veranstaltungsort

Schloss Bruchsal
Sonderausstellungsräume im Zwischengeschoss
Schlossraum 4
76646 Bruchsal

Termin

Donnerstag, 14. Mai bis Sonntag, 07. Juni 2020

Öffnungszeiten

Di bis So und Feiertage
10.00 – 17.00 Uhr

Eintritt

Im Schlosseintritt enthalten.
Erwachsene 8,00 €
Ermäßigte 4,00 €
Familienkarte 20,00 €

Hinweis

Inklusionsfreundliche Ausstellung.
Die Titelschilder zu den ausgestellten Werken sind extra groß und kontraststark für bessere Lesbarkeit gedruckt. Außerdem werden die Arbeiten rollstuhlfahrerfreundlich gehängt.