Einzige geistliche Residenz am Oberrhein

Schloss Bruchsal

Ehrenhof mit Schloss Bruchsal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende
Heiteres Barock und Rokoko

Die Gebäude

Schloss Bruchsal gehört zu den schönsten Bauwerken im Kraichgau und das nicht nur wegen der prunkvollen Innenräume: Rund ums Schloss haben sich zahlreiche Nebengebäude erhalten – ein vielteiliges Ensemble, das Einblick gibt in das Leben und Funktionieren einer barocken Residenz.

Detailansicht des Ehrenhofs von Schloss Bruchsal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Der Ehrenhof von Schloss Bruchsal.

Der Ehrenhof

Der Ehrenhof bildet den stimmungsvollen Zugang zu Schloss Bruchsal. Begrenzt wird er durch das Torwachtgebäude, das Hofkontroll- und das Hofzahlamt sowie die drei Flügel des Schlosses. Vertiefte Grünflächen mit Wasserbassins schmücken ihn – ungewöhnlich, denn bei anderen Schlössern war der Hof als leere Fläche für militärische Paraden und Empfänge gedacht. Der Kammerflügel rechts diente der Finanzverwaltung. Im linken, von außen identisch gestalteten Flügel ließ Damian Hugo von Schönborn seine Hofkirche einrichten.

Blick in den Marmorsaal von Schloss Bruchsal;  Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Üppiges Rokoko im Marmorsaal.

Die Schlossräume

Barock im Erdgeschoss, Rokoko im Obergeschoss – das Schloss lebt von diesen beiden Spielarten der Kunst des 18. Jahrhunderts. Im Innern des Hauptgebäudes führt die berühmte Treppe von Balthasar Neumann hinauf zum Kuppelsaal mit seinen leuchtenden Malereien. Fürstensaal und Marmorsaal verbreiten eine elegante Atmosphäre. In den Fresken und Stuckaturen Würzburger Künstler gibt es viele Details zu entdecken.

Blick von Nordwesten in den Garten, im Hintergrund Schloss Bruchsal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Andrea Rachele

Blick auf das Schloss entlang der Gartenachse.

Der Garten

Wer den Garten am unteren Eingang betritt, sieht das Schloss am anderen Ende liegen – farbenfroh und festlich. Nicht nur die Schlossfassade, sondern auch die ehemaligen Orangerien sind kunstvoll bemalt. Wie schon vor 300 Jahren wird der Weg entlang der Mittelachse von Kastanien und Sandsteinfiguren gesäumt. Durch die Seitenbereiche führen gewundene Wege. Nahe dem Schloss laden Kübelpflanzen und Bassins mit Fontänen zum Verweilen ein.

Gartenseite von Schloss Bruchsal aus erhöhter Perspektive; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Notwendig für die fürstliche Hofhaltung.

Nebengebäude für die Hofhaltung

Mehr als 50 einzelne Gebäude gehörten einst zum Schlossbereich und davon ist noch ein großer Teil erhalten. Trotz neuer Nutzungen: Ihre Zugehörigkeit zur Residenz ist an der einheitlichen Gestaltung erkennbar. Die wichtigsten, schlossnahen Gebäude sind backsteinartig bemalt. Bis heute ist hier nachvollziehbar, was zu einer fürstlichen Hofhaltung gehörte – Behörden und Werkstätten, Wirtschaftsgebäude und Ställe, Wohnungen für Hofangestellte, aber auch ein Hospital und ein Priesterseminar.

Kanzleigebäude mit Torwachtgebäude (links) und Nebendienerdienstbau (rechts) von Schloss Bruchsal; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Eberhard Späth
Kanzleigebäude mit Torwachtgebäude (links) und Nebendienerdienstbau (rechts) von Schloss Bruchsal; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Illusionistische Malereien schmücken die Nebengebäude.

TIPP

Schauen Sie an der Fassade des Hauptgebäudes nach oben: An den Ecken sind goldene Drachen zu sehen. Sie zeugen von der Vorliebe des Barock für fantasievolle asiatische Motive.

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