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Älteste geistliche Barockresidenz am Oberrhein

Schloss Bruchsal

Schloss Bruchsal, Zerstörtes Schloss; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Fritz Häcker
Gedenkveranstaltungen von Januar bis November 2020

Erinnern – Verstehen – Versöhnen

Von Januar bis November 2020 findet in Bruchsal eine Vielzahl von Veranstaltungen zum Gedenken an die Kriegszerstörungen statt. Auch in Schloss Bruchsal wird an die Zerstörung im Jahr 1945 erinnert.

Ruine der Torwache von Schloss Bruchsal nach deren Zerstörung durch einen Luftangriff 1945; Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Kriegszerstörungen

Zerstörung und Wiederaufbau

Am 1. März 1945 erlebte Bruchsal den tiefsten Einschnitt seiner neueren Geschichte. Bei einem schweren Bombenangriff, der über 80 Prozent der Innenstadt zerstörte, starben binnen 40 Minuten rund 1000 Menschen. Wie viele andere Städte in ganz Europa wurde auch das alte Bruchsal innerhalb kürzester Zeit weitgehend ausgelöscht. Sein Antlitz hat sich im Zuge des Wiederaufbaus völlig verändert. 75 Jahre nach der Kriegszerstörung wird von verschiedenen Akteuren der Stadt Bruchsal ein Jahresprogramm zum Gedenken zusammengestellt.

Schloss Bruchsal, Wiederaufbau; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Artur Hassler

Der Wiederaufbau von Schloss Bruchsal.

Veranstaltungen im Schloss Bruchsal

Schloss Bruchsal beteiligt sich an dieser Veranstaltungsreihe mit Sonderführungen zu Zerstörung und Wiederaufbau, einer Installation im Deutschen Musikautomaten-Museum und einer nächtlichen Projektion an der Ehrenhofseite der Schlossfassade. Schloss Bruchsal ist ein Highlightmonument im diesjährigen Themenjahr der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg „Unendlich schön. Monumente für die Ewigkeit“ – Grund ist unter anderem auch seine Zerstörung vor 75 Jahren.

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Heute erstrahlt das Schloss in neuem Glanz.

Service

Erinnern – Verstehen – Versöhnen

Gedenkveranstaltungen

Veranstaltungsort

Schloss Bruchsal
Schlossraum 4
76646 Bruchsal

Termin

Januar bis November 2020

Öffnungszeiten

Di bis So und Feiertage
10.00 – 17.00 Uhr

Sonntag, 1. März
10.00 – 18.00 Uhr

Kontakt

Schloss Bruchsal
Schlossraum 4
76646 Bruchsal

Informationen im Überblick

Programm in Schloss Bruchsal

Sonntag, 1. März 2020

Verlängerte Öffnungszeiten

10.00 bis 18.00 Uhr

Barocke Pracht neu entfaltet

Sonderführung im Schloss Bruchsal
15.30 Uhr (Dauer: 1,5 Stunden)

Die Zerstörung Bruchsals durch einen Fliegerangriff in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges hat sich in das Gedächtnis der Stadt eingebrannt. Auch das Bruchsaler Schloss wurde dabei fast vollständig zerstört. Zwei Fachleute berichten über das Schicksal der einstigen Residenz: die Architektin von Vermögen und Bau Baden-Württemberg und die Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten. Sie spannen den Bogen von den Kriegsjahren über die Wiedereröffnung 1975 bis zum Abschluss des erneuten Aufbaus mit der Wiederherstellung der fürstbischöflichen Appartements im Jahr 2017.


Führung mit Claudia Reisch und Dr. Petra Pechaček
Treffpunkt an der Schlosskasse
Teilnehmer/innen an der einmaligen unentgeltlichen Sonderführung erhalten freien Eintritt.
Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.
Tickets (max. 2 Karten pro Abholer) sind ab Dienstag, 28. Januar an der Schlosskasse im Schloss Bruchsal erhältlich.
 

Mathildes Reise

Animationsfilm, Installation
17.00 Uhr

Am Jahrestag der Kriegszerstörung zeigt das Deutsche Musikautomaten-Museum (DMM) im Flur des Treppenhauses ein künstlerisches Zeitdokument der besonderen Art. In ihrem Animationsfilm „Mathildes Reise. Schloss Bruchsal. Orchester der Bilder 4“ verarbeitet die in Bruchsal geborene Hamburger Künstlerin Carmen Oberst die Erinnerungen ihrer damals bei Siemens tätigen Mutter Mathilde, einer Augenzeugin des 1. März 1945, mit Filmsequenzen des wiedererstandenen Schlosses Bruchsal und seinen Räumen – darunter auch das DMM. Die Installation wird nach ihrer Erstaufführung in den folgenden Monaten weiterhin zu sehen sein.


Schloss Bruchsal, Deutsches Musikautomaten-Museum
Treffpunkt an der Schlosskasse, Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt.
Eintritt zur Sonderveranstaltung frei
Anmeldung erforderlich ab Dienstag, 28. Januar an das Deutsche Musikautomaten-Museum,
Telefon +49(0)72 51.74-26 52
dmm@landesmuseum.de

Zerstörung und Wiederaufbau von Bruchsal

Nächtliche Projektion an der Schlossfassade
19.30 bis 22 Uhr (jeweils in 30-minütiger Abfolge)

Bilder der am 1. März 1945 zerstörten Stadt und des Barockschlosses Bruchsal, dazu Aufnahmen vom Wiederaufbau und dem allmählichen Überwinden dieser Verwüstungen: Mit einer etwa 20-minütigen Projektion an der Ehrenhofseite der Schlossfassade erinnern die Stadt Bruchsal und die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg gemeinsam an die Ereignisse vor 75 Jahren eine leise und nachdenkliche Mahnung. Nach Ende des abendlichen Friedenskonzerts in der Hofkirche wird die Projektion im Ehrenhof des Schlosses erstmals um 19.30 Uhr gezeigt und in 30-minütiger Abfolge noch fünf weitere Male wiederholt (20 Uhr, 20.30 Uhr, 21 Uhr, 21.30 Uhr und 22 Uhr).

Ehrenhof
Veranstalter: Stadt Bruchsal und Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Öffentliche Veranstaltung

Sonntag, 5. April 2020

Gebaut – zerstört – wiedererstanden

Die etwas andere Schlossbaugeschichte
15.00 Uhr

Das Bruchsaler Lapidarium verwahrt Steinfragmente und Reste des Wandschmucks aus der Entstehungszeit des Schlosses. Hier werden die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und der Wiederaufbau von Schloss Bruchsal anschaulich. Beim Rundgang durch Schloss, Ausstellung und Lapidarium wird auch auf die Gruft der Fürstbischöfe, einst unter der Peterskirche, eingegangen, deren Grabdenkmäler im Lapidarium zu sehen sind.

Führung mit Sabine Kufferath-Lampl
Treffpunkt an der Schlosskasse
Eintritt: Erwachsene 12,00 €, Ermäßigte 6,00 €
Anmeldung erforderlich
Telefon +49(0)62 21.65 88 815
service@schloss-bruchsal.de

Weiterer Termin:
Sonntag, 4. Oktober 2020 | 15:00 Uhr

Sonntag, 17. Mai 2020

Zur Bau- und Renovierungsgeschichte von Schloss Bruchsal
15.00 Uhr

Wie mit dem Schloss der Fürstbischöfe bei Sanierung und Rekonstruktion verfahren wurde – das macht auch die Entwicklung der Denkmalpflege seit dem 19. Jahrhundert sichtbar. Der Rundgang mit einer Kunsthistorikerin und mit der für das Schloss zuständigen Architektin gibt einen praxisnahen Einblick in die Arbeit. Und er vermittelt Details aus der Geschichte des Wiederaufbaus und der Wiederherstellung der Beletage, die nirgendwo nachzulesen sind.

Führung mit Claudia Reisch und Kiriakoula Damoulakis
Treffpunkt an der Schlosskasse
Eintritt: Erwachsene 14,00 €, Ermäßigte 7,00 €
Anmeldung erforderlich
Telefon +49(0)62 21.65 88 815
service@schloss-bruchsal.de

Weiterer Termin:
Sonntag, 8. November 2020 | 15:00 Uhr

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Legomodell des zerstörten Bruchsaler Schlosses, erbaut vom Ulmer Klötzlesbauer Volker Beker nach historischen Foto. Das Modell ist 114 x 45 cm groß. Die Bauzeit betrug 4 Tage, in denen circa 14.000 Steinen verbaut wurden. Es ist bis 1. März im Foyer des Bruchsaler Schlosses zu sehen.