Illustration zu den Energiesparmassnahmen

Sparmaßnahmen der Staatlichen Schlösser und GärtenWeniger Strom undweniger Wasser

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg senken ihren Energie- und Wasserverbrauch. Die Fassadenbeleuchtungen der historischen Landesmonumente sollen bei Nacht abgeschaltet oder reduziert werden. Die Maßnahmen erfolgen mit Augenmaß – und leisten ihren Teil beim Sparen.

INitiative mit Augenmass

„Für uns alle sind das außergewöhnliche Zeiten, die ein Umdenken erfordern. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg tragen ihren Teil bei“, betont Michael Hörrmann, Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Aufgrund der herrschenden Energie- und Wasserknappheit in Deutschland und Europa ergreifen die Staatlichen Schlösser und Gärten die Initiative: Zunächst wird bei den Brunnen der historischen Monumente geprüft, ob sie nachts abgeschaltet und früher als üblich – bereits im September – außer Betrieb genommen werden können. Wo es möglich ist, wird außerdem die Fassadenbeleuchtung an den Schlössern, Klöstern und Burgen ausgeschaltet. Das Vorhaben ist jedoch komplizierter, als der erste Blick es vermuten lässt: „Aufgrund der Verkehrs- und Betriebssicherheit können wir nicht überall das Licht ausschalten. Hier prüfen wir, welche Lichter wirklich notwendig sind oder ob eine zeitlich reduzierte Beleuchtung rechtlich möglich ist“, erklärt Michael Hörrmann.

REDUZIERTE BELEUCHTUNG UND GERINGER WASSERVERBRAUCH

Aufgrund der Sparinitiative reduziert Schloss Bruchsal die Dauer der Fassadenbeleuchtung. Seit Donnerstag, 25. August, ist das Licht ab 22.00 Uhr sowohl im Schlossgarten als auch im Ehrenhof gelöscht. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit ist die Fassadenbeleuchtung jedoch weiterhin notwendig. Das große Wasserbassin im Schlossgarten ist derzeit leer. Es wird, um Schäden an den Sandsteinplatten und den Fugen des Beckenbodens zu verhindern, schnellstmöglich durch eine Fachfirma wieder soweit befüllt werden, dass die Wasserabläufe bedeckt sind. Das entspricht etwa 75 % des Beckenvolumens. Die übrigen vier Wasserbecken, die sich gleichmäßig auf den Ehrenhof und den Schlossgarten verteilen, werden nur noch reduziert genutzt. Sie beginnen ihr Wasserspiel später und beenden es früher – täglich von 9.30 bis 17.30 Uhr. Die Fontänen lassen sich aus technischen Gründen nicht abstellen, da ansonsten eine Verfärbung des Wassers droht. Die Leerung der Wasserbecken wird zum regulären Einwinterungszeitpunkt stattfinden. Das dann abgepumpte Wasser wird zur Bewässerung des Schlossgartens genutzt. Im Botanischen Garten Karlsruhe muss die Fassadenbeleuchtung – aufgrund der innerstädtischen Lage – weiter gewährleistet werden. Hier geht die Verkehrssicherheit vor. Die beiden Brunnenbecken im Außenbereich des Gartens werden durch Eigenwasserversorgung betrieben. Sie müssen wegen der sich darin befindlichen Tiere weiterhin laufen. Im Schauhaus ist die Laufzeit der Brunnen über Zeitschaltuhren an die Öffnungszeiten angepasst. Die Großherzogliche Grabkapelle Karlsruhe ist von den Sparmaßnahmen nicht betroffen. Sie verfügt weder über eine Fassadenbeleuchtung noch über einen Brunnen.