Restaurierung

Schloss Bruchsal um 1920

Die Zerstörungen durch den langen Leerstand des Bruchsaler Schlosses wurden im Zuge einer ersten Restaurierungsphase von 1900 bis 1909 durch die Badische Finanzverwaltung gelindert. Unter Leitung von Fritz Hirsch wurden die Fassadenbemalung in ihrer Bedeutung erkannt und rekonstruiert. Hiermit war nicht nur die Denkmalpflege am Bruchsaler Schloss gegründet, sondern auch der Kunst des Malers Marchini Tribut gezollt.

Zerstörungen

Einige Nebengebäude des Schlosses wurden nach den Verheerungen von 1945 zu staatlichen Verwaltungszwecken genutzt. Nachdem der Hauptbau in den 50er-Jahren mit einem Dach versehen worden war, entschloss sich das Land 1964, das Corps de Logis als Museum originalgetreu zu rekonstruieren.

Damianstor

Zunächst widmete sich man den inneren Raumfolgen mit ihren höchst aufwendigen Dekorationen, die unter Anwendung alter Handwerkstechniken aufwendig wiederhergestellt wurden. Das Fertigen von Stuck, Stuckmarmor, Vergoldungen und Fresken mit traditionellem Handwerkszeug war Bestandteil der Arbeiten. Mit der Entdeckung der ursprünglichen rotweißen Fassadenmalerei der meisten an der Achse der Damianstors gelegenen Bauten gelang ein auch für das äußere Erscheinungsbild bedeutender Rekonstruktionsakt.

Im Jahr 1975 konnte die Staatliche Hochbauverwaltung den Schlosshauptbau feierlich seiner Nutzung übergeben. Letzte Arbeiten wurden 1993 abgeschlossen. Nach 45 Jahren war der insgesamt 50 Millionen Mark teure Wiederaufbau abgeschlossen. Heute dokumentiert eine ständige Ausstellung im Schloss die Restaurierungsarbeiten mitsamt der alten Kunsthandwerkstechniken in Werkstattszenarien und Arbeitsabfolgen.

Weitere Informationen zu Bruchsal
 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook