Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gründete König Heinrich IV. von Frankreich eine königliche Tapisseriemanufaktur in Paris. Sie arbeitete in den Gebäuden der Färberfamilie Gobelin. Daher der Name „Gobelin“, der zunächst nur Tapisserien aus dieser Pariser Werkstatt bezeichnete, im Laufe des 18. Jahrhunderts aber zunehmend gleichbedeutend mit „Tapisserie“ gebraucht wurde.
Die Tapisserien aus den „Gobelins“, wie die Manufaktur auch nennt, tragen meist das Lilienwappen des französischen Königs. Die Signatur des jeweiligen Werkstattleiters ist häufig zusätzlich zur Malersignatur ins Bildfeld eingewebt.