Reizvolles Refugium – die Eremitage Waghäusel
REFERENT: Josef Mörder oder Artur Hofmann
Nahe der Wallfahrtskirche von Waghäusel gelegen, war die Eremitage für ihren Erbauer, Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn, vor allem ein religiöser Rückzugsort. Wilderich von Walderdorff, dem letzten Speyerer Fürstbischof, diente die Eremitage nach seiner Entmachtung 1803 als Sommersitz. Das sechzehn eckige Gebäude mit den angrenzenden Pavillons hat sich auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Waghäusel bis heute erhalten. Von der originalen, „auf eremittisch“ ausgeführten Ausmalung der Räume sind nur noch wenige Reste vorhanden. Die derzeitige Innensanierung lässt jetzt besondere Einblicke in die reizvolle Barockarchitektur und ihre Geschichte zu.
TERMIN 2010: Sa 15. Mai 15.00 Uhr
ORT: Waghäusel, Eremitage
EINTRITT: 6,00 €
Von Bruchsal nach Paris und wieder zurück – Bruchsaler Möbel im Generaldepot Karlsruhe
REFERENT: Marco Freundlieb
Gemälde und Möbel des Bruchsaler Schlosses verwahrt zurzeit das Badische Generaldepot. Dort werden sie im optimalen Klima aufbewahrt, bis die Bruchsaler Beletage wieder eingerichtet werden kann. Die Führung im Depot vermittelt einen Einblick in diese Hintergrundarbeit und stellt ausgewählte Stücke vor. Zu ihnen zählen „die schönsten Schreibschränke des Rokoko“, so Heinrich Kreisel, ein wichtiger Spezialist für Möbel des 18. Jahrhunderts, oder die neuesten Erwerbungen der Staatlichen Schlösser und Gärten – zwei Bruchsaler Konsoltische, 2009 aus dem Besitz des Modeschöpfers Yves Saint Laurent erworben.
TERMINE 2010:
Fr 25. Juni 15.00 Uhr
Fr 6. Aug. 15.00 Uhr
ORT: Badisches Generaldepot Karlsruhe
TREFFPUNKT: Bushaltestelle „Sinner“, Durmersheimer Straße
EINTRITT: Erwachsene 9,00 €; Ermäßigt 4,50 €
Erholung auf dem Lande – Schloss Kislau und sein fürstliches Bad
REFERENTIN: Sandra Eberle
Zur gleichen Zeit wie das berühmte Badhaus in Schwetzingen entstand Ende der 1760er Jahre in Schloss Kislau ein fürstlicher Baderaum. Fürstbischof Franz Christoph von Hutten ließ sich in dem Jagdschloss ein ovales Becken aus Marmor einbauen. Mit Schwefelwasser aus dem nahen Langenbrücken gefüllt, sollte es seiner angeschlagenen Gesundheit dienen. Bei der Besichtigung der Badräume mit ihren Stuckaturen des späten Rokoko wird auch die wechselvolle Geschichte des Schlosses erläutert, das in den 1930er Jahren als KZ diente und heute eine Justizvollzugsanstalt beherbergt.
TERMIN 2010: Sa 10. Juli 10.30 Uhr
ORT: Bad Schönborn, Schloss Kislau
ANMELDUNG: Die Besichtigung, die auch innerhalb der heutigen
Justizvollzugsanstalt stattfindet, ist nur möglich bei rechtzeitiger
namentlicher Voranmeldung bis Dienstag, 8. Juni.
TEILNEHMER: maximal 20 Personen, Teilnahme ab 18 Jahren
EINTRITT: Erwachsene 9,00 €; Ermäßigt 4,50 €
Exkursion: Der Fürsten liebste Raumausstatter – Januarius Zick und die Möbelmanufaktur Roentgen in Neuwied
REFERENTEN: Bernd Willscheid, Leiter des Roentgenmuseums, u.a.
REISELEITUNG: Sandra Eberle
Bei der Ausstattung des Bruchsaler Schlosses unter Franz Christoph von Hutten waren Werke des bedeutendsten deutschen Rokokomalers und der erfolgreichsten Kunstschreiner Europas vereint: Gemälde von Januarius Zick (1730–1797) und Möbel aus der Manufaktur Roentgen. Auch der Trierer Kurfürst Philipp Franz von Walderdorff (1701–1768) schätzte diese Künstler. In seinem Jagdschloss Engers, nördlich von Koblenz direkt am Rheinufer erbaut, sind die feinen Malereien von Zick im Dianasaal bis heute zu bewundern. Einige Kilometer weiter befand sich in Neuwied die Manufaktur Abraham und David Roentgens. Ihre Verwandlungstische, Sekretäre, Uhren und Schatullen im Stil des Rokoko und Klassizismus waren wegen ihrer Eleganz und technischen Raffinesse bei den europäischen Fürsten von Paris bis Petersburg heiß begehrt.
TERMIN 2010: Sa 5. Juni 8.00 bis ca. 19.00 Uhr
TREFFPUNKT: Bruchsaler Schloss
PREIS: 49,00 € inkl. Busfahrt und Eintritte.
Weitere Informationen auf Anfrage
TEILNEHMER: Die Exkursion findet nur bei ausreichender
Teilnehmerzahl statt
VERANSTALTER: Regional Tourismus Kurpfalz
ANMELDUNG: bis spätestens Dienstag, 4. Mai
Exkursion: Zurück zu den Ursprüngen – die Fürstbischöfe in Speyer
REFERENTEN: Prof. Dr. Hans Ammerich, Leiter des Bistumsarchivs Speyer, u.a.
REISELEITUNG: Sandra Eberle
Bruchsal und Speyer: Zwei Städte, deren Geschichte sich wechselseitig beeinflusst hat. Im Kuppelgemälde des Bruchsaler Schlosses ist zu sehen, wie Kaiser Heinrich III. die Stadt Bruchsal an Bischof Konrad I. von Speyer überreicht. Konrad starb 1060, vor 950 Jahren, ein Jahr nach seinem Tod wurde der riesige Speyerer Dom geweiht. Der damals größte Kirchenbau des Abendlandes blieb auch in späterer Zeit die wichtigste Kirche des Bistums, auch wenn die bischöfliche Residenz nach Udenheim, dem heutigen Philippsburg, und Bruchsal verlegt wurde. Bei einem Domrundgang werden die Geschichte des Bauwerks und des Fürstbistums Speyer sichtbar. Im Historischen Museum der Pfalz zeigen kostbar bestickte Gewänder und mit Edelsteinen besetzte Gefäße, welch prachtvolles Zubehör hohen geistlichen Würdenträgern zur Ver fügung stand.
TERMIN 2010: Fr 24. Sep. 13.30 bis 17.00 Uhr
TREFFPUNKT: 13.30 Uhr in Speyer, vor dem Dom.
Achtung: eigene Anreise! Weitere Informationen auf Anfrage.
PREIS: 20,00 € inkl. Führungen und Eintritte
TEILNEHMER: Die Exkursion findet nur bei ausreichender
Teilnehmerzahl statt
ANMELDUNG: bis spätestens Dienstag, 31. August
INFORMATIONEN UND ANMELDUNG
Montag bis Freitag
Service Center Schloss Bruchsal
Telefon (0 72 22) 9 34 98 81 und 97 81 78
Telefax (0 72 22) 9 34 98 82
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