Berühmte Personen

Damian Hugo Phillip von Schönborn

Damian Hugo Philipp von Schönborn (1676-1743)

Der spätere Fürstbischof von Speyer und Erbauer der Bruchsaler Residenz entstammte einer einflussreichen Familie, die zahlreiche hohe geistliche und weltliche Ämter bekleidete und durch enge Beziehungen einen regen Austausch von technischem und künstlerischem Wissen pflegte. Seine Familie gehörte zu den baufreudigsten Geschlechtern der Zeit. Zu Schönborns Leistungen zählen sowohl der Aufbau einer modernen Verwaltung, einer florierenden Wirtschaft und des Schulwesens, man rechnet ihm auch die Errichtung der Bruchsaler Residenz als Lebenswerk hoch an: Er habe "die Mauern und die Sitten aufgebaut" ("muros et mores aedificavit"). Sein Bildnis ist in der Kuppel des Bruchsaler Treppenhauses verewigt.

Franz Christoph Freiherr von Hutten zu Stolzenfels

Franz Christoph Freiherr von Hutten zu Stolzenfels (reg. 1743-1770)

Auch dieser Kardinal wurde in eine bedeutende Familie hineingeboren und tritt die glänzende Nachfolge Schönborns als Speyrer Bischof an. Er vollendet die Innenausstattung sowie Fassadenanbauten des Bruchsaler Schlosses im Stil des lebensfrohen Rokoko. Für diese Arbeiten wählt er berühmte Künstler wie Feuchtmayer, Günther und Zick.

Johann Balthasar Neumann

Johann Balthasar Neumann (1687-1753)

Der gefragte Barockbaumeister war seit 1720 Baudirektor in Würzburg und seit 1723 selten und immer nur kurz in Bruchsal, wohin ihn Damian Hugo von Schönborn rief. Er führte die Wende beim Bauproblem in Bruchsal herbei, als er 1731 dort den Schlosshauptbau plante. Seine Lösung des berühmten zweiläufigen Treppenhauses im Schloss gilt als Höhepunkt barocker Raumgestaltung. Mit dem Bauherrn führte Neumann einen ausführlichen Briefwechsel, diese Korrespondenz gibt auch heute noch einen guten Einblick in die Baugeschichte der Residenz.

Markgräfin Amalie Friederike von Baden

Markgräfin Amalie Friederike von Baden (1754-1832)

Markgräfin Amalie von Baden bewohnte die seit 1810 die nördliche Hälfte des Bruchsaler Schlosses als Witwensitz. Die geborene Prinzessin von Hessen-Darmstadt hatte 1774 ihren Cousin, Markgraf Karl Ludwig von Baden (1755-1801), geheiratet. Sie hatte sechs Töchter und einen Sohn. Amalie verheiratete ihre Töchter an die großen Fürstenhöfe, was ihr die Bezeichnung "Schwiegermutter Europas" eintrug. Die Mutter des Kurprinzen Karl (1786-1818) war mit der Vermählung ihres Sohnes mit Stephanie Beauharnais, Nichte und Adoptivtochter Napoleons, nicht einverstanden, mit der sie dann auch ein wenig liebevolles Verhältnis verband. Mit dem Tod der Markgräfin Amalie endet das fürstliche Leben in Schloss Bruchsal.

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