Bildthemen

Betrachtet man den erhaltenen Bestand der Wandteppiche so fällt auf, dass die südwestdeutschen Landesherren des 17. und 18. Jahrhunderts ähnliche Vorlieben für bestimmte Themen hatten.

Die meisten Bildthemen sagen etwas über das Selbstverständnis des Fürsten aus. Tapisserien mit Bildern der Kriegskunst stellen ihn als erfolgreichen Feldherrn dar, antike Göttergeschichten oder biblische Themen waren grundsätzlich standesgemäß und ließen sich außerdem als Verkörperung einzelner Herrschertugenden interpretieren. Bäuerliche Szenen waren dagegen oft moralisierend gemeint. Die Entdeckung entlegener Weltgegenden und die Eroberung der Kolonien schlugen sich in entsprechenden Darstellungen auf den Wandteppichen nieder.

Da die Herstellung der Tapisserien sehr aufwendig war, galten sie auch schlicht als luxuriöser Wandschmuck. Blumengebinde, Grotesken und Landschaften ließen sich nicht unbedingt programmatisch interpretieren, standen aber künstlerisch auf hohem Niveau und waren deshalb beliebt.

Kriegskunst Bauernleben Exotik Grotesken
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